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Qigong
(Qi Gong)
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Hintergrundwissen
Das chinesische
Atem- und Gesundheitssystem Qigong (sprich Tschi Gung),
genießt einen außergewöhnlichen Ruf und ist mittlerweile weltweit
verbreitet. Es basiert hauptsächlich auf den Prinzipien, die auch der
traditionellen chinesischen Medizin zugrunde liegen. Die Kombination von
fließender Atmung, gerichteter Aufmerksamkeit und sanften
Körperbewegungen bringt das menschliche Energiesystem wieder in Harmonie.
Es gibt
unüberschaubar viele Qigong-Formen und Möglichkeiten der Ausführung. Die einfachste
Methode, diese zu
unterscheiden, ist die Einteilung in stilles Qigong (Jinggong) und bewegtes
Qigong (Donggong). Beim
stillen Üben wird meist sitzend, manchmal auch stehend oder liegend, mit
Imaginationen und feiner Atmung gearbeitet.
Im bewegten Qigong wird mit dem gesamten Körper, mit langsamen,
teilweise auch schnellen und kraftvollen Bewegungen geübt.
Beiden Übungsformen gemein ist die Aufmerksamkeit, die der intensiven
Atmung und dem Führen des Qi gewidmet wird.
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"Mit Energie arbeiten" ist die Übersetzung des chinesischen Begriffes
Qigong. Mit Qi
ist dabei nicht die in irgendeiner Form messbare Energie, wie z.B.
Elektrizität, ge- meint, sondern die vitale Lebensenergie oder "Innere Kraft",
die z.B. auch in der Akupunktur eine Rolle spielt.
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Der Begriff des Qi ist uns auch im Westen nicht fremd. Die Begriffe Odem
oder das griechische Pneuma kommen der Idee des Qi schon sehr nahe.
Siehe auch: Wikipedia
Andere Schreibweisen für Qigong sind: Qi Gong, Chi Kung, Chikung, Chigong, Chi Gung
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Der Weg der Lebenspflege
Qigong wird in
unseren Übungsgruppen als ein Weg der Lebenspflege
gesehen (chin. YANG SHENG DAO). Es sind nicht nur die kräftigenden,
energiegebenden, harmonisierenden, körperlich
und geistig entspannenden Übungen, die aus Qigong ein ganzheitliches
Gesundheitstraining machen, wir integrieren auch Dehn- und
Gymnastikübungen (Daoyin), Ernährungslehre, traditionelle chinesische Medizin
(TCM) und spirituelle Meditation,
so dass jeder, der regelmäßig übt, in allen Belangen (körperlich,
geistig, seelisch) gesünder durchs Leben zu gehen vermag.
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Gesundheitliche Aspekte
Es ist erwiesen, dass Menschen, die Qigong regelmäßig praktizieren, kräftiger,
energievoller, körperlich und geistig entspannter und in allen Belangen
gesünder durchs Leben gehen.
Spezifisch
angewendet, bessern die sanften Übungen so ziemlich alle Beschwerden und
unterstützen fast jeden Heilungsprozess, so dass eine Aufzählung müßig
ist.
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Im
Krankheitsfall ist sowohl eine Kombination des Qigong mit Therapien
aus der "Traditionellen Chinesischen Medizin", wie z. B.
Tuina, Aku- punktur, Kräutermedizin, als auch mit Therapie- formen der
westlichen Medizin empfehlenswert. |
Am effektivsten wirkt Qigong jedoch als
Präventionsmaßnahme, um die Gesundheit
effektiv zu schützen. Vorbeugend und regelmäßig geübt, entfalten die
Übungen dann ihre ganzheitliche und gesundheitsschützende Wirkung.
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Qigong Übungssysteme
Hier finden Sie eine
Auswahl der Qigong Übungssysteme, die unsere Dozenten in ihren Gruppen
anbieten. Das Programm wechselt in regelmäßigen Abständen, so dass
auch Anfänger jederzeit problemlos einsteigen können.
Traditionelle Formen
| Yi Jin Jing
| Ba Duan Jin
| Drachenatem
| 5 Elemente Qigong
| 6 Heilende Laute
| Stilles Qigong (Jing Gong)
| Stehende Säule
| Spiel der 5 Tiere
| Kleiner himmlischer Kreislauf
| Großer himmlischer Kreislauf
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Medizinische und moderne
Formen
| Taiji-Qigong Shibashi
| Xin Gong (Herz-Qigong)
| 49er Leitbahnen
| Lungen Qigong
| Leber Qigong
| Magen-Milz Qigong
| Gesundheits Qigong
| Muskeln und Sehnen Qigong
| Qigong gegen Kopfschmerzen
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Historische Entwicklung
Qigong ist historisch gesehen wahrscheinlich aus drei Beweggründen
entwickelt worden. Der eine Beweggrund ist mit Sicherheit ein
kriegerischer - vor Zeiten wurden die Soldaten mittels Qigong-Übungen
gestärkt, um im Kampfgeschehen besser bestehen zu können. Diese Übungssysteme
findet man heute noch in einigen Kampfkünsten wieder, wo sie meistens in
der so genannten äußeren oder harten Form geübt werden. Des Weiteren entwickelten buddhistische und taoistische Mönche
Qigong-Systeme, um einen Ausgleich zur Sitzmeditation zu schaffen und um vital
und gesund zu bleiben.
Und schließlich erkannten die chinesischen Ärzte schon vor sehr langer
Zeit die heilsamen Aspekte der verschiedenen Atem- und Gym- nastikmethoden (Tuna /
Daoyin),
die das Qigong zu bieten hat.
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Wann genau Qigong entwickelt wurde, ist nicht genau belegt.
Aber ver- schiedene Quellen gehen bis auf den (mytholo- gischen) gelben Kaiser
zurück. D.h. erste Fertig- keiten wurden wahr- scheinlich schon drei-
tausend Jahre
vor unserer Zeitrechnung von Mönchen und Ärzten entwickelt.
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Bei uns sind
mittlerweile die Qigong - Übungsformen am bekanntesten geworden, die einen
medizinisch - präventiven Hintergrund haben.
Nach der kommunistischen Machtübernahme in China und vor allem während
der Kulturrevolution wurde Qigong in China teilweise als Aberglaube verboten. Aber
nun erlebt es in China und auch im Westen seit vielen Jahren eine
regelrechte Renaissance und
damit einhergehend eine Weiterentwicklung des medizinischen Qigongs, die
z. B. dazu führte, dass mittlerweile sehr viele Kliniken mit großem
Erfolg Qigong als begleitende Therapie einsetzen. In China gibt es heute
einige Kliniken, die sehr erfolgreich ausschließlich mit Qigong
therapieren.
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